Ohne Bibel stürzt die Kirche zusammen wie ein KartenhausBad Gandersheim (idea) – Die Haltung zur Bibel ist die Überlebensfrage des Protestantismus. Diese Ansicht vertrat der Leiter des Gemeindehilfsbundes, Pastor Joachim Cochlovius (Walsrode), auf einem Kongress der theologisch konservativen Organisation. Die 230 Teilnehmer befassten sich vom 23. bis 25. März in Bad Gandersheim (Harz) mit dem Thema „Gottes Wort – zeitbedingte Vorstellung oder bleibende Wahrheit?“
13.000 Unterschriften gegen gleichgeschlechtliche Partnerschaften im Pfarrhaus
Ist die evangelische Kirche noch Kirche?Castell/Siegen/Bielefeld (idea) – Scharfe Kritik am geistlichen Zustand der evangelischen Kirche wurde auf Glaubens- und Besinnungstagen geübt, die der Gemeindehilfsbund (Walsrode) am 24. September an sechs Orten veranstaltete. Daran nahmen nach Angaben des Veranstalters insgesamt rund 1.100 Christen teil. Widerspruch erfuhr vor allem das Pfarrdienstgesetz, das die EKD-Synode im vorigen November verabschiedet hatte. Es gibt den Landeskirchen die Möglichkeit zuzulassen, dass schwule oder lesbische Geistliche in eingetragenen Lebensgemeinschaften im Pfarrhaus zusammenleben. Dies stehe im Widerspruch zum Wort Gottes, beklagte der Leiter des Gemeindehilfsbunds, Pastor Joachim Cochlovius (Walsrode), in einer Resolution, die an den Versammlungsorten mit großer Zustimmung aufgenommen wurde. An die EKD richte sich die Frage, welche Autorität die evangelische Kirche noch der Heiligen Schrift beimesse, so Cochlovius.
Pressemeldung zum Pfarrdienstgesetz vom 10.11.2010Wie schon die 1996 herausgegebene Orientierungshilfe der EKD „Mit Spannungen leben“ und die „Empfehlung“ der VELKD-Bischofskonferenz von 2004 für den dienstrechtlichen Umgang mit gleichgeschlechtlich lebenden Amtsträgern beschreitet auch das neue Pfarrdienstgesetz der EKD, das die Synode der EKD im November 2010 einstimmig angenommen hat, den Weg der positiven Neubewertung gleichgeschlechtlicher Sexualpraxis in der evangelischen Kirche und fördert die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften mit der Ehe in der Gesellschaft. Damit hat sich zum wiederholten Male ein kirchenleitendes Gremium der EKD über klare Aussagen der Heiligen Schrift und der neutestamentlichen Ethik hinweggesetzt (Röm 1,24-32; 1 Kor 6,9f; Röm 12,1f). Das neue Pfarrdienstgesetz steht zudem auch in Widerspruch zum Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, das in Art 6 (1) Ehe und Familie unter den besonderen Schutz der staatlichen Ordnung stellt.
Einweihungsfeier am 29. August in DüshornDüshorn. In den Räumen der ehemaligen Arztpraxis Dr. Wangnick in der Mühlenstraße in Düshorn hat der Gemeindehilfsbund seine neue Geschäftsstelle eingerichtet und bezogen. Am kommenden Sonntag, 29. August, ab 14.00 Uhr werden die Räumlichkeiten im Rahmen einer Einweihungsfeier eingeweiht und ihrer neuen Bestimmung übergeben.
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Sie wurden von den beiden Vizepräsides, Ministerpräsident a.D. Günther Beckstein (Nürnberg) und Oberkirchenrat Klaus Eberl (Düsseldorf), entgegengenommen. Der Gemeindehilfsbund hatte die Unterschriften in den vergangenen fünf Monaten gesammelt. Hintergrund ist der Paragraf 39 des neuen Pfarrdienstgesetzes der EKD und die damit verbundene Begründung. Er gibt den Landeskirchen die Möglichkeit, dass schwule oder lesbische Geistliche in eingetragenen Lebensgemeinschaften im Pfarrhaus zusammenleben. Dies stehe im Widerspruch zum Wort Gottes, beklagte der Geschäftsführer des Gemeindehilfsbunds, Johann Hesse (Walsrode). Wie der 2. Vorsitzende des Gemeindehilfsbundes, Pastor Jens Motschmann (Bremen), sagte, habe der Rat der EKD noch 1996 in der Orientierungshilfe „Mit Spannungen leben“ ein homosexuelles Zusammenleben als nicht dem Willen Gottes entsprechend bezeichnet.