Frieden mit Gott finden

Mit den folgenden Berichten und Beiträgen möchten wir Ihnen Mut machen, den lebendigen Gott zu suchen und zu finden. Er hat versprochen:

Wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen.
(Jeremia 29,13.14)

Spurgeons Bekehrung, von ihm selbst erzählt

spurgeon„Mein Herz war Brachland und mit Unkraut bedeckt. Aber eines Tages kam der große Bräutigam und begann meine Seele zu pflügen. Er kam mit zehn schwarzen Pferden; er benutzte eine scharfe Pflugschar und zog tiefe Furchen. Die schwarzen Pferde waren die zehn Gebote, und es war die Gerechtigkeit Gottes, die mein Gewissen wie eine Pflugschar aufriss. Das Evangelium mit seinen Verheißungen konnte ich noch nicht fassen. Es blickte mich finster an. Nur eine Hoffnung hatte ich, eine einzige, einen Zufluchtsort in meiner Not: Jesus! Jesus! Jesus! Er allein war der Bergungsort im Sturm. Ich erinnere mich noch an mein erstes ernsthaftes Gebet. Ich sah mich vor Gott stehen in seiner unmittelbaren Gegenwart und ich sprach zu mir selbst: „Ich hatte von dir nur vom Hörensagen vernommen, aber nun hat mein Auge dich gesehen. Daher spreche ich mich schuldig und tue Buße in Staub und Asche.“ (Hiob 42,5-6) Ich war voller Reue, und mir kamen die Worte über meine Lippen: „Gott, sei mir Sünder gnädig.“ Meine Knochen wurden krank durch mein tägliches Seufzen. Die Hand Gottes lag Tag und Nacht auf mir. Meine Trauer war übervoll. Während der vielen Monate, die ich in diesem Zustand durchlebte, las ich immer wieder die Bibel. Besonders bedrückte es mich, wenn mir das Gesetz seinen Spiegel vorhielt.

Weiterlesen...

 

„Wie ich Gottes Liebe fand“ - Ein ehemaliger Moslem berichtet

Ich bin ein ehemaliger Moslem. Ich bin in der Türkei zur Welt gekommen, und dort erwirbt man den Glauben automatisch, und der ist hundertprozentig islamisch. Die Grundschule besuchte ich in meinem Heimatort, die Mittelschule und das Gymnasium in einem Internat - ca. 60 Kilometer entfernt. Mit 16 Jahren war ich mit dem Gymnasium fertig. Wie es auf dem Lande so üblich ist, bin ich von klein auf islamisch erzogen worden. Neben dem Auswendiglernen mehrerer Suren aus dem Koran und fest formulierter Gebete waren auch die alltäglichen Verhaltensregeln sehr prägend. Ich bin als Jüngster mit drei Brüdern und einer Schwester aufgewachsen. Unsere Eltern haben uns nicht gezwungen, den Islam zu praktizieren, aber ein starker gesellschaftlicher Druck nötigt alle dazu. Was kann man unter "Islam praktizieren" verstehen? Es ist in erster Linie das Einhalten der fünf Säulen des Islams:

Weiterlesen...

 

Die Bekehrung August Hermann Franckes

"Dieses ist geschrieben, dass ihr glaubet, Jesus Christus sei der Christ, und dass ihr durch den Glauben das Leben haben werdet in seinem Namen.“ (Joh 20,31)

a_francke

Über diesen Vers sollte Francke seine erste Predigt halten. Lüneburg, Oktober 1687. Er hatte mit großem Eifer Theologie studiert und Freunde zum Bibellesen um sich gesammelt. Doch nun, bei der Vorbereitung der Predigt, traf ihn das Wort "daß ihr glaubet". Fehlte ihm nicht selber dieser Glaube? Durfte er da überhaupt predigen? Er geriet ins Zweifeln: Wer weiß, ob die heilige Schrift Gottes Wort ist? Die Türken haben ihren Koran und die Juden ihren Talmud ... Schließlich stellte er Gott in Frage. Er war entschlossen, die Predigt abzusagen - da fiel er abends nochmals auf die Knie und rief zu Gott, den er noch nicht wirklich kannte und an den er noch nicht wirklich glaubte:

Weiterlesen...

 

Martin Luthers Turmerlebnis

Inzwischen war ich schon in diesem Jahr zum Psalter zurückgekehrt, um ihn von neuem auszulegen. Ich vertraute darauf, dass ich nun geübter sei, nachdem ich die Briefe des Sankt Paulus an die Römer und an die Galater und den Hebräerbrief in den Vorlesungen behandelt hatte. Es war gewiss wunderbar, von welchem glühenden Eifer ich ergriffen worden war, Paulus im Brief an die Römer kennenzulernen, aber mir hatte bis dahin nicht die Kälte des Herzens im Wege gestanden, sondern ein einziges Wort, das im ersten Kapitel steht (1,17): Die Gerechtigkeit Gottes wird in ihm (Evangelium) offenbar. Denn ich hasste dieses Wort "Gerechtigkeit Gottes", weil ich durch den Brauch und die Gewohnheit aller Doktoren gelehrt worden war, es von der sogenannten formalen oder aktiven Gerechtigkeit her zu verstehen, durch die Gott gerecht ist und die Sünder und die Ungerechten straft.

Weiterlesen...

 

Gott, wo bist du?

Ich möchte Ihnen eine kleine Geschichte erzählen, die ich nicht selbst erfunden habe. Vielmehr habe ich sie im Alten Testament gefunden, dem Geschichts- und Geschichtenbuch des Volkes Israel.

Der reich gewordene Vater Jakob lagerte sich mit seiner Großfamilie in den Bergen. Bitte, das war kein Camping im schönen Gebirge Gilead, sondern eine Verschnaufpause auf der Flucht vor seinem Schwiegervater Laban. Schon damals gab es Schwierigkeiten mit den Schwiegereltern. Das ist tröstlich. Die Liebe zu ihnen wächst manchmal proportional mit der Entfernung. Deshalb hat sich der schlaue Jakob auch entfernt und freute sich seiner neu gewonnenen Ruhe. Nur war die Freude nicht von langer Dauer. Da kam doch der zornerfüllte und wutschnaubende Laban den Berg heraufgestiegen. Von weitem machte er seinem Ärger Luft. „Warum hast du auch noch meinen Hausgott mitgehen lassen?“ Jakob verschlug es den Atem. 14 Jahre geschuftet wie ein Tier, und dann noch als Taschendieb hingestellt zu werden. Das ist der Gipfel. Dies sagte er aber nicht, das dachte er nur. Höflich kam es über seine Lippen: „Bitte schön, such überall. Ich habe ihn nicht geklaut.“ Dann begann die schwiegerväterliche Hausdurchsuchungsaktion. Alle Zelte wurden umgekrempelt. Das ganze Gepäck wurde gefilzt. Jede Kiste wurde ausgeräumt. Ich stelle mir vor, wie Laban immer nervöser wurde. Er fand alles, Wertsachen, Wäsche, Wanzen, aber seinen Hausgott fand er nicht. So wurde Laban zum ersten Gottsucher, und dieser Gottsucher hat nichts gefunden.

Weiterlesen...