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Es gibt eine "wahre" und "falsche" Kirche

Dienstag, den 1. April 2015 um 11:00 Uhr | Geschrieben von: ideaSpektrum

Krelingen/Zavelstein (idea) – Auch heute gibt es eine „wahre“ und eine „falsche“ Kirche. Christen müssen lernen, die eine von der anderen zu unterscheiden. Maßstäbe dazu vermittelte der Gemeindehilfsbund (Walsrode) im März in zwei Tagungen in Krelingen bei Walsrode und in Bad Teinach-Zavelstein (Nordschwarzwald). Zu den Konferenzen unter dem Motto „Die Gemeinde in der Zerreißprobe zwischen Nachfolge und Verweltlichung“ kamen jeweils über 200 Teilnehmer. Der Leiter des theologisch konservativen Gemeindehilfsbundes, Pastor Joachim Cochlovius (Walsrode), sagte, um die falsche Kirche erkennen zu können, müsse man aufgrund biblisch-reformatorischer Maßstäbe zunächst die wahre Kirche beschreiben. Ihre Kennzeichen seien die Treue zur Bibel und zu den altkirchlichen Bekenntnissen. Heutige Kirchenleitungen verließen den Boden der wahren Kirche, wenn sie beispielsweise das Selbstbestimmungsrecht Schwangerer zur letzten Instanz in der Entscheidung über Leben und Tod des ungeborenen Menschen machten oder in Fragen der Sexualethik die apostolischen Ordnungen außer Kraft setzten.

Parallelen zur Bekennenden Kirche


Der Stuttgarter Theologieprofessor Rainer Mayer zeigte Parallelen zwischen der kirchlichen Situation in den Jahren der nationalsozialistischen Herrschaft von 1933 bis 1945 und heute auf. Vom Widerstandskämpfer und Theologen der Bekennenden Kirche Dietrich Bonhoeffer (1906-1945) könne man lernen, Entwicklungen von Irrlehren klar zu benennen und die Grenzen der Kirche aufzuzeigen. Sie dürfe sich nicht der herrschenden Weltanschauung unterwerfen. Auch im heutigen Bekenntniskampf gehe es darum, Gottes Wort zu vertrauen.

Theologie der leeren Kirchen


Pastor Uwe Holmer (Serrahn/Mecklenburg) nannte in seinem Vortrag die bibelkritische, liberale Theologie eine Theologie der leeren Kirchen. Zentrale Fragen von Leben und Tod, Vergebung und Sünde, Heil und Unheil, Himmel und Hölle verschwänden im psychologischen und gesellschaftspolitischen Nebel. Nur was innerweltlich erklärbar sei und von der Vernunft verstanden werde, lasse diese Theologie gelten. Doch Gott stehe als Schöpfer über seiner Schöpfung und sei nicht an die von ihm geschaffenen Naturgesetze gebunden. Die biblischen Wunder und die leibliche Auferstehung Jesu von den Toten seien für Gott kein Problem. Die evangelische Kirche sei geistlich gesehen ernsthaft krank. Landeskirchliche Christen sollten ihren Glauben mutig bekennen und dafür beten, dass Gott zeige, ob und wann der Tag für eine Bekenntnissynode und die Entstehung einer neuen Bekennenden Kirche gekommen sei.

Jesus konsequent nachfolgen


Die sächsischen Evangelisten Lutz Scheufler (Schwaben bei Zwickau) und Theo Lehmann (Chemnitz) forderten bei den Konferenzen zu konsequenter Nachfolge Jesu Christi auf. Alle Christen seien dazu aufgerufen, in der Welt das Evangelium kompromisslos zu bezeugen. Zu den weiteren Referenten gehörten der frühere schaumburg-lippische Landesbischof i.R. Heinrich Herrmanns (Memmingen), der Bremer Pastor Jens Motschmann sowie Bischöfe skandinavischer Missionskirchen, die sich zwischen 2003 und 2013 wegen einer zunehmenden Ausgrenzung bibel- und bekenntnisgebundener Pfarrer von den lutherischen Volkskirchen getrennt haben. Bischof Roland Gustafsson vertrat die Evangelisch-lutherische Missionsprovinz in Schweden (Göteborg) und Bischof Risto Soramies das Evangelisch-lutherische Missionsbistum in Finnland (Helsinki). Der rund 750 Mitglieder und Freunde zählende Gemeindehilfsbund ist in ganz Deutschland tätig. Er bietet nach eigenen Angaben im kirchlichen Lehrpluralismus seelsorgerliche Hilfe und biblisch-theologische Orientierung an.

idea-Spektrum vom 1.4.2015

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