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Kongress des Gemeindehilfsbundes: Die Kraft der Vergebung

Mittwoch, den 17. April 2013 um 09:55 Uhr | Geschrieben von: Idea-Pressedienst

Bad Gandersheim (idea) – Die zunehmende Kälte in unserer Gesellschaft ist wesentlich begründet in der Vergebungsvergessenheit. Weil viele Menschen die Vergebung ihrer Schuld durch Gott nicht mehr persönlich erfahren, können sie nur schlecht anderen vergeben. Es sei eine der größten Herausforderungen der christlichen Kirchen und Gemeinden heute, durch Verkündigung und Seelsorge die Dimension der Vergebung neu zu entdecken und zu praktizieren. Diese Ansicht vertrat der Leiter des Gemeindehilfsbundes, Pastor Joachim Cochlovius (Walsrode), auf einem Kongress im Tagungszentrum Salem in Bad Gandersheim. Die 210 Teilnehmer befassten sich vom 15. bis 17. März mit dem Thema „Die Kraft der Vergebung – Persönlicher und gesellschaftlicher Frieden durch den christlichen Glauben“.

Referenten waren Christa-Maria Steinberg (Limbach-Oberfrohna), Pastor Burghard Affeld (Osnabrück) und Pastor Uwe Holmer (Serrahn). U. Holmer übernahm anstelle des erkrankten Pfr. Dr. Theo Lehmann die Predigt im Abschlußgottesdienst. Persönliche Lebenszeugnisse gaben Astrid Borower (Langenhagen) und die aus Ruanda stammende Schwarzafrikanerin Denise Reinhardt. Frau Steinberg stellte heraus, dass verletzte und missbrauchte Menschen, bevor sie die Kraft zur Vergebung haben, erst Prozesse der seelsorgerlichen Hilfe brauchen. Seelisch kranke Menschen würden oft zu einer ungerechtfertigten Selbstanklage neigen, die aber durch eine christlich motivierte psychotherapeutische und seelsorgerliche Beratung korrigiert werden könne. Uwe Holmer, der auch in einem Seminar über seine Begegnungen mit Ehepaar Honecker berichtete, betonte die Befreiung und die Freude empfangener Vergebung. Er rief dazu auf, auch denen zu vergeben, die nicht um Vergebung bitten.

Der Kongress wurde vom 22. bis 24. März im Haus Felsengrund in Bad Teinach-Zavelstein/Nordschwarzwald wiederholt. Referenten waren dort u.a. Hansjörg Stückelberger (Winterthur), der Leiter von Zukunft.CH, der Psychotherapeut Robert Antholzer (Sulzberg), Pfr. Konrad Eißler (Hülben), die Eheberaterin Ruth Heil (Fischbach) und Bibelschulleiter Albrecht Wandel (Ostfildern). Ein persönliches Lebenszeugnis wurde von Ursula Link (Freiburg) geben. Der 1992 entstandene Gemeindehilfsbund bietet im kirchlichen Lehrpluralismus seelsorgerliche Hilfe und biblisch-theologische Orientierung an. Die Organisation hat heute über 650 Mitglieder und Freunde.

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Wir sind ein bundesweit tätiger gemeinnütziger Verein evangelischer Christen (siehe "Geschichte") und bieten im kirchlichen Lehrpluralismus seelsorgerliche Hilfe...

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