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Gemeindehilfsbund fordert Rücknahme der Homo-Trauung

Freitag, den 12. Juli 2019 um 13:00 Uhr | Geschrieben von: ideaSpektrum

Walsrode/Hannover (idea) – Die Entscheidung der Synode der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, homosexuelle Paare kirchlich zu trauen, hat vor dem Zeugnis der Heiligen Schrift keinen Bestand. Diese Meinung vertritt der Gemeindehilfsbund (Walsrode) in einer an die Mitglieder der Synode gerichteten Stellungnahme. Zum Hintergrund: Die Synode hatte am 15. Mai eine Handreichung für Gottesdienste zur Trauung homosexueller Paare einstimmig bei einer Enthaltung angenommen. Damit gibt es in der Landeskirche keine Unterscheidung mehr zwischen Trauungen von gleich- und verschiedengeschlechtlichen Paaren. Landessuperintendent Hans-Christian Brandy (Stade) sagte, es gebe „keine theologisch zwingenden Gründe“, an einer prinzipiellen Differenz zwischen der Ehe und Trauung von Menschen verschiedenen und gleichen Geschlechts festzuhalten. Landesbischof Ralf Meister hatte die Einführung einer EKD-weiten „Trauung für alle“ bereits 2017 gefordert

 

Homosexualität „kein unveränderliches Schicksal"

 

Der Gemeindehilfsbund fordert die Landeskirche auf, diesen Beschluss zurückzunehmen. Die Bibel verstehe die Ehe von Mann und Frau als eine von Gott eingesetzte Stiftung. „Die Öffnung des exklusiv für Mann und Frau gestifteten Ehebundes für gleichgeschlechtliche Partner steht im Widerspruch zum Wort Gottes.“ Homosexuelle Praxis sei laut Bibel eine Folge des Strafhandelns Gottes an der Menschheit (Römer 1,18-28) und führe zum Ausschluss aus dem Reich Gottes: „Kirchenleitende Organe machen sich schuldig, wenn sie in ihren Verlautbarungen den Ernst dieser Aussagen verschweigen und Menschen in sündhaften Verstrickungen nicht mehr zur Umkehr rufen.“ Eine Kirche, die gleichgeschlechtliche Partner traue, „handelt lieblos, weil sie ihnen das Himmelreich verschließt“. Außerdem sei laut Bibel sündhaftes Verhalten „kein unveränderliches Schicksal“: „Im Glauben an Jesus Christus eröffnet sich auch für Menschen mit homosexueller Neigung und Praxis die Möglichkeit der Umkehr.“ Die Kirche solle deshalb „zur apostolischen Ethik, zum Apostolischen Glaubensbekenntnis und zur Mehrheitshaltung der Weltchristenheit zurückkehren und Hilfesuchende in Liebe und Wahrheit annehmen“.

idea Pressedienst vom 12. Juli 2019, Nr. 166

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